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1,928 wordsrevised 2015-08-01

Deutsche Übersetzung des Interviews auf der Video-Kassette

Anschrift (nicht mehr gültig, da verstorben)

Sue Smith Windows
26 West York St.
Akron, Ohio 44310
USA
tel (330) 434-4490
windows2e@webtv.net

M: Ich war im August 98 hier, wenn Sie sich erinnern.
S: In Dody’s [Restaurant]. (hustet) Verzeihung.
M: Und wir haben über das “big book” (Blaue Buch) gesprochen. Und ich fragte Sie, wer der Autor des big books sei.
S: Jawohl.
M: ... ob es Bill Wilson sei. Und Sie sagten mir “Er war keinesfalls der Autor, er hat es nur vermarktet”.
S: Ja, er war ein Vermarkter (Promoter). Ja, dessen bin ich mir immer noch sicher. Niemand wird jemals meine Überzeugung diesbezüglich ändern.
M: Ich bin Mitglied ...
S. Wo ist Brian, der sollte das doch haben ... (eine Kopie von Sue Windows eidesstattlicher Versicherung).
M: Ja. Er ist von Cleveland. Er ist ein Mitglied meiner AA Gruppe.
S: Okay.
M: Er war nämlich für drei oder vier Jahre in Deutschland. Wir trafen uns am Frankfurter Flughafen. Wir hatten eine AA Gruppe dort und er war Mitglied dieser Gruppe. Aber ursprünglich stammte er aus Cleveland. Deshalb ist er vor etwa 2 Jahren dorthin zurückgekehrt.
S: War er da drüben nicht im [AA] Dienst engagiert?
M: Ja, ja.
S: Ich glaube, das hat er mir erzählt.

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S: Was ist denn bei Ihrem Gerichtsverfahren herausgekommen?
M: Ach, Sie wissen schon von der Klage von AAWS gegen uns?
S: Natürlich, er [Brian] hat mir doch damals davon erzählt, als ich die eidesstattliche Versicherung unterschrieben habe ... dieses Jahr, bevor ich krank wurde.
M: Es gab zwei Klagen. Eine wegen der deutschen Übersetzung des Manuskripts vom big book.
S: Ich verstehe sie [akustisch] ganz schlecht, Matthias.
M: Es gab zwei Klagen von den AA Vereinen. Eine war wegen der deutschen Übersetzung des Manuskripts.
S: Aha.
M: Und die andere war wegen fremdsprachigen Versionen des big book einschließlich Englisch, Russisch, Schwedisch, Finnisch und sogar Hebräisch.

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M: Und das Gericht hat Ihre Aussage, die Sie unterschrieben und notariell beglaubigen ließen, gar nicht berücksichtigt.
S: Was haben die gemacht?
M: Einfach nicht in Betracht gezogen haben sie ...
S: Ach, sie haben sie unberücksichtigt gelassen? Na sowas.
M: ... Ihre Aussage.
S: Naja.
M: Weil die Anwälte von AAWS gesagt haben (Schriftsatz v. 18.3.99, 2-03 O 9/99, Seite 7): “Nun, sie ist schon 82 Jahre ...”
S: Bin ich nicht, noch nicht.
M: “und ihre Erinnerung ist nicht mehr zuverlässig. Sie widerspricht sich selbst. Und dieses Buch ...”
S: (sarkastisch) Wo haben sie denn diese Weisheiten her? Etwa aus meiner Aussage?
M: Sie beziehen sich auf das Buch “Children of the Healer”. Es heißt dort, daß Bill der Autor sei.
S: Daß was ...?
M: Daß Bill Wilson der Autor des big book sei. So heißt es in “Children of the Healer”. Ich werde es Ihnen zeigen.
S: Das haben sie immer behauptet, aber ich war nie davon überzeugt. Ich wette er hat es von AA gestohlen (d.h. von den Gruppenmitgliedern, deren Eigentum das Buches war)
M: Hier, das ist Ihre eidesstattliche Versicherung.

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M: “Children of the Healer” (überreicht Sue Smith die fotokopierten Seiten, die AAWS Inc. im Prozeß als Beweismittel vorlegen ließ)

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S: (liest)
M: Hier steht etwas in der Richtung ...
S: Da heißt es “Bill schrieb” ... Aber das heißt doch nicht notwendigerweise, daß es auch seine Gedanken waren. Das da ist auf deutsch, das kann ich nicht lesen.
M: Ja.
S: Ich lese mal das hier (die englischen Seiten von “Children of the Healer”).

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M: Nun, dieses Buch hier wurde von Christine Brewer geschrieben.
S: Jawohl.
M: Haben sie es jemals autorisiert?
S: Was?
M: Dieses Buch “Children of the Healer” wurde von einer (anderen) Frau geschrieben, nicht von Ihnen?
S: Nein (nicht von mir).
M: Hat sie Ihnen jemals die Endfassung des Manuskripts zur Genehmigung vorgelegt? Oder hat sie es auf eigene Faust publiziert?
S: Nein, ihr Ehemann tat das. ... (hustet) Ich weiß gar nicht was mit meinen Bronchien los ist. Ihr Ehemann war der Verleger beim Parkside Hospital. Und das sind diejenigen, die es herausgebracht haben.
M: Also sind das nicht Ihre eigenen Worte, die da niedergeschrieben wurden, sondern Christines Formulierungen?
S: Naja, als Grundlage diente das, was wir (Sue und ihr Bruder Smitty) ihr auf Band gesprochen haben. So ist das.
M: Da heißt es “Bill schrieb zumindest die Kapitel”.
S: Was steht da?
M: Hier steht: “Obwohl Bill Wilson die Schritte schrieb, waren sie ein Ausdruck des Programms, das er und Dr. Bob mit Anne Smith, Dr. Bobs Frau, seit 1935 gemeinsam entwickelt hatten.
S: So ist es in der Tat.
M: Also, hier steht Bill schrieb die Schritte, er selbst ganz allein.
S: Nun gut, die Schritte. Aber hier geht es doch nicht um die Schritte im big book, oder? Das sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe (die Schritte einerseits und das ganze Buch andererseits).

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S: Smitty und ich waren Jugendliche, wissen Sie, etwa gleichaltrig. Und wir waren mit unseren eigenen Dingen beschäftigt. In gewisser Weise war AA damals eine Gelegenheit für uns, ohne allzuviel Aufsicht außer Haus zu gelangen. ... Aber sie (die AA Mitglieder) haben stundenlang miteinander geredet, oft bis tief in die Nacht. Manchmal konnte ich deshalb nicht schlafen, denn ich mußte damals öfter auf dem Sofa schlafen. (Anmerkung: Das Bett war von ausnüchternden Alkoholikern belegt) ... und ... Ich kann einfach nicht sehen, wie Bill alles hätte allein schreiben können.
M: Sie sagten, sie hätten um den Küchentisch herumgesessen ...
S: Das ist richtig.
M: ... in Ihrem Haus ...
S: Ja, das war als sie das Buch schrieben. Jawohl.
M: ... und es redaktionell bearbeiteten ...
S: ... und auch am Wohnzimmertisch.
M: Ja.
S: Sie haben ... Wie können die ganzen Geschichten am Ende des Buches als von Bill stammend angesehen werden? Das sind nicht seine Geschichten. Die hat er nicht formuliert. Die wurden von Individuen geschrieben.
M: Selbstverständlich.
S: Also, zumindest eine der Geschichten da drin stammt von meinem Vater. Das sollten Sie mit einbringen (in das Gerichtsverfahren). Ich kann das nicht machen ... Also, Bill hat sich da auf was gestürzt (wie der Fuchs im Hühnerstall) und es geraubt (vereinnahmende Handbewegung). Und daran hat er sich geklammert. Bis sie es verbockt und verloren haben. (das bezieht sich auf die durch AAWS unterlassenen Verlängerung der Copyright-Eintragung 1967). Und ich bin froh, daß sie es verloren haben. Ich bin froh, daß sie es verloren haben. Weil ... sie haben ... sie sind jedenfalls nicht verantwortlich (nicht richtig) damit umgegangen.

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S: Ich erinnere mich, zu der Zeit als die Kapitel (des Buches) bei uns ins Haus kamen, daß sie von ihnen korrektiv bearbeitet wurden. Und die Mitgliedern in Akron hatten eine Menge daran auszusetzen. Und jeder hier war überzeugt, daß sie (die New Yorker) es nur machten um damit Geld zu machen. Und ich glaube, damit lagen sie richtig.
M: Und die Gruppe in Akron wollte bzw. wünschte, daß es nicht zum Geldverdienen gemacht wurde, sondern um anderen zu helfen, und zwar umsonst (kostenlos)?
S: Oh ja, Henrietta (Seiberling) hatte jahrelange Auseinandersetzungen mit Bill wegen der Geldmacherei bei der Sache. Es kam so weit, daß sie gar nicht mehr mit Bill redete. So war das.
M: Und welche Position vertrat Anne in dieser Sache?
S: Was?
M: Welche Position vertrat Anne, Ihre Mutter, in dieser Sache?
S: Meine Mutter?
M: Ja.
S: Tja, ich glaube, sie wollte etwas in schriftlicher Form darüber (über das Genesungsprogramm) haben, denn es waren schwierige Zeiten damals. Es war ... wir fingen an uns zu versammeln, wissen sie, in immer größerer Anzahl. Und die Leute hier in Akron waren noch nicht stark genug, oder besser, noch nicht für diesen Ansturm gewappnet. Wenn ich sage “gewappnet” meine ich, es gab zahlen mäßig noch nicht genug von ihnen, um sich um all die Neuankömmlinge zu kümmern. (Sue bezieht sich auf den immensen Zustrom nach Veröffentlichung der Zeitungsartikel im Cleveland Plain Dealer) Deshalb bin ich mir sicher, daß meine Mutter dafür war, was die Frage betrifft, ob es überhaupt ein Buch geben sollte. Ich meine, sie war dafür. Aber ich glaube nicht, daß sie damit einverstanden war, daß sie die ganzen Sachen aus dem spirituellen Tagebuch meiner Mutter an sich rissen (und sie für ihre eigenen ausgaben. Vorwurf: Plagiat).
M: Da gibt es viele Zitate (aus Annes Buch, die im big book wieder auftauchen).
S: Ja die gibt es. Das, was (an Dokumenten) davon noch existiert, ist jetzt natürlich alles in der Obhut der Brown Universität.

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M: Die Leute saßen also miteinander am Tisch und editierten (das Buch). Erinnern Sie sich an einige Namen?
S: Vom editieren des Buches insgesamt ... Ich erinnere mich (zum Beispiel) wie sie ihre Geschichten am Wohnzimmertisch geschrieben haben. Sie hatten diese alten Schulhefte, wissen sie, die man nur mit Bleistift benutzen konnte, weil sonst die Tinte überall herumgespritzt wäre. Da war Ernie und da war Jim ... Jim Scott.
M: Jim Scott war professioneller Journalist?
S: Bill Dotson wollte nicht mitmachen, und zuerst wollte das Clarence Snyder auch nicht, aber zuletzt tat er es doch. Wer war noch da ... ?
M: Demnach wollte Clarence Snyder seine Geschichte nicht schreiben oder sie zumindest nicht ... (veröffentlichen lassen)
S: Nei, er war dagegen.
M: Ah, ja.
S: Er war dagegen. Und ... haben Sie nicht Mitchell K.s Buch gesehen? Das ist ein wirklich gutes Buch. Er hat da einen richtig guten Report über Clarence. Ich denke ... Es kommen viele Leute zu mir, wissen Sie, so wie Sie jetzt. Ich kann mich aus gesundheitlichen Gründen nicht sehr lange mit ihnen unterhalten. Sie sehen ja wie ich huste. Ich weiß gar nicht wieso es mir heute so geht, da muß am Wetter (Luftfeuchtigkeit) liegen. Naja, jedenfalls dafür (für solche Besucher) brauche ich sie (Mitchells Bücher). Ich freue mich sehr darüber. Meinem Sohn habe ich eins davon gegeben. Und eins gab ich ... (Störgeräusche).
M: Meinen Sie dieses hier?
S: Ja, das ist toll (schaut sich das Buch an). Das ist es.
M: Lassen Sie uns zusammenfassen: Clarence sträubte sich zuerst, seine Geschichte zu schreiben, aber dann tat er es doch?
S: Wer? Was?
M: Clarence sträubte sich ...
S: Richtig.
M: .. seine Geschichte aufzuschreiben. Er war dagegen. Aber warum war er dagegen?
S: , Tja, wahrscheinlich ... er war ein Dr.-Bob-Mann, kein Bill-Wilson-Mann. Aund ich meine, er hat immer gedacht, daß Bill Wilson ein Betrüger war. Und deshalb war er auch der Meinung, daß Bill nur wegen des Geldes dabei war. Und ich meine, sowohl meine Mutter, mein Vater und oder Dorothy, seine damalige Frau, sagten zu ihm (Clarence), er solle so weit gehen, es zu tun. Er hatte eine gute Geschichte, wissen Sie. Also warum nicht damit anderen Leuten helfen, die das gleiche Problem hatten wie er! Damit haben sie ihn letztlich überzeugt es zu tun.
M: Und Jim Scott war ein Journalist?
S: Er war bei der Zeitung.
M: Vom Cleveland Plain Dealer? Oder wo war er.
S: Beim “Akron Beacon Journal”. Ja, er lebte in Akron. Das war ein guter Mann.
M: Und haben ihm die Leute ihre Geschichten erzählt und er hat sie dann aufgeschrieben, oder schrieben die Leute zuerst selbst?
S: Nein, das war so: Sie haben selbst etwas geschrieben, und dann ist er es mit ihnen durchgegangen, wissen Sie. --- Ich habe mich schon gewundert, wie lange Ihre Knie das aushalten werden.
M: (steht auf und setzt sich auf einen Stuhl am Bett) Vor Ihnen knien?
S: (lacht) Ja, vor mir knien ... Ich würde sicherlich ... (unverständlich). --- Na jedenfalls, da haben wir noch Bill Dotson. Er sagte die ganze Zeit, das sei Geschäftemacherei und er würde sich nicht beteiligen. Aber ich meine (seine Geschichte Alcoholics Anonymous Number Three) ist in der dritten Ausgabe (dann doch erschienen), nicht wahr. (hustet) Entschuldigung. Ach, ich weiß auch nicht ... Keiner von ihnen wußte (damals) so genau, was er da machen sollte. Und Jim half ihnen, einige Gedanke herauszukitzeln, die dann (in die Texte) einflossen. Eines weiß ich noch, nämlich, daß ich einige dieser Kapitel tippen half. Nicht allzuviele, aber ich half, einige davon zu tippen, denn das war eine Übung für die Handelsschule.
M: Ja.
S: Also tat ich es. Genauso, wie ich das handgeschriebene Buch meiner Mutter abtippte.

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Waren Sie jemals in Deutschland.

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M: Wir geben diese Bücher an Gefangene und an andere, die nicht die Möglichkeit haben eines zu kaufen.

Restliche Übersetzung folgt noch